Das blaue Landhaus, Gartenzauber
Gartenzauber,  Ziergarten

Aconitum napellus


Blauer Eisenhut

Im Englischen, Purple poison genannt, darf durchaus und ohne Übertreibung als Pflanze mit krimineller Vergangenheit bezeichnet werden.
Die griechische Mythologie besagt, dass es sich bei dieser Pflanze um den Speichel von Zerberus* handelt.

Aber was hat nun ein Höllenhund mit einer Pflanze zu tun?
Nun, Herakles, ein Sohn des griechischen Göttervaters Zeus, hat den Wächter des Totenreichs, also Zerberus, auf die Erde geholt.
Vielleicht um mit ihm Gassi zu gehen…???
Jedenfalls war Letzterer Sonnenlicht nicht gewöhnt und, ich drücke mich mal salopp aus, hat sich übergeben.
An der Stelle, an der sein Speichel den Boden berührte, wuchs fortan Eisenhut.
– Man könnte im Umkehrschluss behaupten, dass, wer mit Blauem Eisenhut in Berührung kommt, ins Reich der Toten befördert wird.
Und dies ist keineswegs abwegig!

Aconitum napellus wird u. A. wegen der überaus attraktiven blauen bis dunkelvioletten Blüten oft als Zier für den Garten gepflanzt.
Dennoch sollte man beachten, dass alle Pflanzenteile toxisch sind!
Nicht umsonst gilt sie als eine der giftigsten Pflanzen West- und Mitteleuropas.

In gekochtem oder gedämpften Zustand verringert sich die Toxizität zwar, ist aber nicht minder letal. Obwohl Eisenhut in der Medizin Verwendung findet, ist es ein Gewächs, dass man nicht unterschätzen sollte, da es kein spezifisches Gegenmittel gibt!
Lediglich durch intensivmedizinische Betreuung kann der Tod eventuell verhindert werden. Oft versterben Patienten aber im Nachhinein trotz aller Bemühungen an Herzversagen.

Enthaltene Wirkstoffe sind Aconitin, Aconin, Hypacontinin, Mesacontinin, Napellin, Neopellin, Neolin und Picroacontinin
Blütezeit: Juni bis September
Sonnig, Halbschatten
winterharte Staude
Nach der Blüte bilden sich Samen in sog. Balgfrüchten, die für eine Ausbreitung des Eisenhutes sorgen.
Wuchs bis ca. 1 m

Beim Arbeiten im Garten und direktem Umgang mit dieser Pflanze bitte stets Handschuhe tragen.
Bei Berührung sehr rasch und überaus gründlich die Haut reinigen.
Giftaufnahme über intakte Haut / Schleimhaut

 

* Dreiköpfiger Hund, der das Totenreich bewacht.
** Bei Verdacht, dass jemand Teile der Pflanze zu sich genommen hat, die betreffende Person auf gar keinen Fall zum Erbrechen bringen!

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