Großmutter's Küchenwissen

Wie wird Kaffee bekömmlich?

Wenn man von Unbekömmlichkeit spricht, meint man im Allgemeinen, dass der Magen die Kaffeesäure nicht verträgt. Viele Menschen greifen dann zu den “milden” oder gar entkoffeinierten Varianten des braunen Gebräus.

Wusstest du, das eben jene Kaffeesäure, die dir vermeintlich beim Kaffeegenuß nicht bekommt, ein ganz natürlicher und pflanzlicher Stoff (Phenolsäure) ist?
Zudem kommt sie in vielen Nahrungsmitteln vor. Nämlich in Äpfeln, Birnen, Tomaten, Karotten und sogar Sellerie!

 

Der Säuregehalt eines jeden Kaffees ist extrem wichtig! Und reicht von sauer, aggressiv über frisch, fruchtig und lecker.

1.)
Kaffee mit Arabicabohnen wird magenempfindlichen Menschen bekömmlicher sein. Es empfiehlt sich also keineswegs Kaffee aufgrund des bekannten Namens oder des Labels “magenfreundlich” bzw. “Mild” zu kaufen, wenn dieser Robustabohnen enthält.

2.)
Eine lange und schonende Röstung der Bohnen (ca. 175 °C) verringert den Säuregehalt des Kaffees erheblich. Idealerweise sollte der Kaffee im Trommelröstverfahren behandelt werden.
Im Discounter und Supermarkt werden alle Kaffees aber im industriellen Schnellverfahren geröstet, weswegen man sich bitte nicht zu viel auf wohlklingende Werbeversprechen einbilden sollte.
Suggestion ist machtvoll. Oder anders ausgedrückt, wenn ich mir einrede, dass der Kaffee mild und magenfreundlich ist, dann ist er es auch 😉

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